Home    News & Co    Wir    Die Hunde    Fotos    Zucht    Welpen    Die Rasse    Gesundheit
Wurfplanung     Welpenaufzucht     Nachzucht     Die Papas     Augen auf     Der Züchter
Haarlängenvererbung      Champus für den Weissen      Auf/Zucht-FAQ


Auf/Zuchts FAQ

FAQ – Frequently Asked Questions

Hier beantworte ich häufig gestellte Fragen von Neuzüchtern und Interessierten die bisher bei uns eingegangen sind oder die wir persönlich gefragt wurden. Da wir diese immer wieder beantwortet haben und nieder geschrieben haben, versuchen wir so nun einen "Antwortenkatalog" zu erstellen der nach ABC Stichpunkten sortiert ist. Dieser "Katalog" wird ständig wachsen und wir freuen uns auch weiterhin auf rege Nachfragen die wir dann gerne beantworten. Wenn es ganz dringende Fragen gibt die nicht gefunden werden oder jemand lieber ein persönliches Gespräch haben möchte, kann uns gerne eine Email geschickt  oder  angerufen. Wir stehen immer gerne helfend bereit! Es wird aber auch Fragen geben, die wir auch nicht beantworten können. Weil sie zu spezifisch sind (das die Hündin bzw die Welpen gesichtet werden müssen) Oder weil wir auf dieses Problem noch nie gestoßen sind. Dann werden wir uns aber natürlich auch bemühen zu helfen und jemanden der Rat weiß zu fragen. Da wir mit vielen Züchtern die teilweise auch schon seit Jahrzehnten züchten in Kontakt stehen... Im Notfall heißt es aber immer, bitte den Arzt kontaktieren.. Nun wünschen wir ihnen auf dieser Seite fündig zu werden oder einfach eine interessante Zeit hier auf dieser Seite zu verbringen. Gruß Ilka Meier und Familie

Kleiner Hinweis noch vorab: Die folgenden Antworten basieren alle auf selbst erfahrenes und / oder angeeignetem Wissen. Wir sind keine Ärzte oder ähnliches sondern "nur" selber Züchter die gerne unser Wissen weiter geben... Es gibt immer wieder Meinungsverschiedenheiten und andere Ansichten.. Es gibt Dinge die jeder Züchter anders handhabt... hier schreiben wir, wie wir es machen.... und haften nicht für Jetwege Schäden o.ä.

 

A

Abnabeln: Wir lassen die Hündin die Welpen selber abnabeln. Wir haben fest gestellt dass egal ob man die Nabelschnur mit festhält oder nicht, es gleich viele oder weniger Nabelbrüche gibt... Einzig achten wir darauf dass die Hündin nicht zu kurz abnabelt.. Wir greifen nur  ein, wenn wir sehen das die Hündin es nicht selber macht oder wenn es schnell gehen muss bei Komplikationen.. Wir schneiden die Nabelschnur nicht durch, sondern wir nehmen sie mit beiden Händen zwischen Zeigefingern und Daumen und durchtrennen die Nabelschnur mit den Fingernägeln. Das drückt die Nabelschnur ab und es kommt zu weniger Nachblutungen. Wir binden die Nabel nicht noch einmal ab, es sei denn Mami hat zu kurz abgenabelt und es blutet nach...

 

Absaugen: Ein Welpe der nach der Geburt und der Erstversorgung durch die Mutter nicht oder nicht richtig atmet bzw. eine  gurgelnde, rasselnde, schwere Atmung hat wird von uns abgesaugt. Wir verplempern dabei keine Zeit mit der Benutzung von Absaugutensilien, wir nehmen das Babyschnäuzchen in den Mund saugen kurz und halten das Baby leicht kopf über so das Fruchtwasser u.s.w. ablaufen kann. Keine Angst, Fruchtwasser schmeckt gar nicht schlimme .. es ist leicht süßlich und ansonsten geschmacklos.. einfach ausspucken fertig :)

 

Ausschlagen: Bitte nun nicht an eine Horrorvorstellung von "an die Wand geklatschte" Welpen denken. Das Ausschlagen eines Welpen nach der Geburt ist eine weitere Möglichkeit Fruchtwasser aus den Lungen zu bekommen. GANZ WICHTIG: Dies darf man nur vornehmen wenn man weiß wie dies gemacht wird. Das kann einem von einem Erfahrenen Züchter gezeigt werden. Entweder bei Bedarf bei einer Geburt, oder aber an einem "Dummy". Das folgende soll keine "Do it Yourself" Anleitung sein, sondern es wird nur eine Vorstellung geben wie dies gemacht wird.  Der Welpe wird in die Hand genommen mit dem Rücken zur Handfläche, der Kopf wird mit den Fingern fixiert. Dann macht man ausholende "Schleuder"bewegungen mit dem ausgestreckten Arm Richtung Boden - der Welpe wird die ganze Zeit gut festgehalten. Dies natürlich nicht in Höchstgeschwindigkeit!!!! Durch die Zentrifugalkraft soll sich Flüssigkeit aus den Atemwegen lösen. Dies sollte sehr bedacht und vorsichtig gemacht werden und nicht mit voller Wucht, da sonst Hirnschädigungen auftreten könnten!

Afterkrallen: (Wolfskrallen an den Hinterläufen): Werden wenn sie denn vorhanden sind, innerhalb der ersten 2 Lebens-Tage entfernt, da diese im späteren Alter zu Komplikationen führen können und auch die OP-Folgen im späteren Alter nicht ohne Risiken ist. Zumeist sind die Afterkrallen ohne Knochen / Sehnen ect. sondern nur mit der Haut mit dem Hinterlauf verbunden. Diese werden dann nur einer med. Schere unter örtlicher Narkose entfernt und müssen normaler weise nicht mal vernäht werden. Durch einen Knochen mit dem Hinterlauf verbundene Krallen müssen unter Vollnarkose (dann erst mit 5-8 Wochen) entfernt werden.

Alfalfa: Dieses "Kraut" (Luzerne) enthält ein riesen Vorrat an Mineralien, Vitaminen und Spurenelemente wovon viele sehr wichtig sind gerade für die trächtige und säugende Hündin. Wir haben dies in Tablettenform von Allcura. Unsere große Hündinnen bekommen 3 Stück am Tag.

Arnica D6: Geben wir der Hündin nach der Geburt noch 2 Wochen lang 3 mal am Tag 5 Globolies. Um die Heilung der Gebärmutterhörner zu unterstützen.

 

 

AVK

Der Ahnenverlustkoeffizient (AVK) ist besonders wichtig, um einen IK vollständig zu erklären. Hat man nämlich einen IK von 0%, also eigentlich keine Inzucht, so kann erst der AVK eindeutig wiedergeben, ob es sich dabei um wirkliches „Fremdblut“ handelt. Es ist nicht unüblich, dass ein Hund einen IK von 0 hat, aber einen AVK unter 100%. Beim AVK wird der sogenannte „Ahnenverlust“ berechnet. Ein solcher liegt immer vor, wenn ein Ahne mehr als einmal in einer vorgegebenen Ahnenreihe (z.B. 5 Generationen, sinnvollerweise die gleiche Ahnenreihe wie zur Berechnung des IK) eines Tieres vorkommt. Bei 5 Generationen gibt es 62 mögliche Ahnen. Taucht in dieser Anzahl ein Ahne zweimal auf, so hat das Tier eigentlich nur 61 verschiedenen Ahnen. Berechnet wird der AVK als Quotient aus der Anzahl der tatsächlichen Ahnen und der Anzahl der möglichen Ahnen. Somit ist der AVK eine sehr wichtige Hilfe bei der korrekten Deutung des IK. Siehe auch weite runter I IK

 

 

B

Biotonustest: Der Biotonustest wurde früher von Eberhard Trummler eingeführt um Lebensfähige bzw. Lebenstüchtige Welpen von schwachen Welpen zu unterscheiden. Früher wurden für zu schwach beurteilte Welpen getötet... das ist ein sehr trauriges Kapitel in der Hundezucht. Heute ist dies verboten. Nur wirklich kranke nicht lebensfähige Welpen dürfen heute vom Tierarzt erlöst werden.  Heute wird dieser Test in einer abgewandelten Form (es gibt mittlerweile einige Testvarianten) benutzt um die spätere Einsatzmöglichkeit der Welpen zu beurteilen. So kann man mit diesem Test der mehrmals in verschiedenen Formen in verschiedenen Altersabschnitten der Welpen durchgeführt wird, Aufschluss darüber geben, für was bzw. für wen dieser Welpe geeignet ist. Als Familienhund, als Therapiehund, als Sporthund, Wachhund.. Schlittenhunde werden z.b. auch auf ihre "Führungskraft" beurteilt. Ein Zielstrebiger Welpe könnte also später ein Leithund im Schlittenhunderennen fungieren...  Diesen Test hier zu beschreiben (Vor allem weil es so viele Variationen gibt) wäre hier zu viel.. einfach Tante Google mal fragen :)

 

 

C

Cimicifuga D6: Findet bei uns seinen Einsatz wenn

  1. die Wehen stoppen

  2. zu lange Pausen zwischen den Welpen sind also von Geburt des einen zum anderen Welpen.

  3. Oder wenn die Hündin ohne Vorschritte zu lange presst, bzw. zu kurz presst in der Austreibungsphase.

Wir geben 5 Globolies (eine Gabe) 2. mal eine Gabe mit Abstand von 30 min. ist dies nicht erfolgreich, dann geben wir einmal 10 Kügelchen. Sollte sich dann nichts tun ist der Tierarzt zu informieren.

Wenn wir uns nicht sicher sind ob die Geburt beendet ist, geben wir ebenfalls eine Gabe. Sollte noch ein Welpe drin sein, werden wieder Wehen einsetzen.  In den ersten 24 Stunden nach der Geburt geben wir 3 mal 5 Globolies. Dies hilft der Gebärmutter nach der Geburt bei der Selbstreinigung. So das alle "Reste" aus den Gebärmutterhörnern heraus kommen.

Calcium Frubiase: Geben wir auf unsere großen Hündinnen (ca. 30 Kilo) eine Ampulle pro Tag ab dem 30. Trächtigkeitstag. Die Hündin hat einen Mehrbedarf an Calcium weil sie damit auch die ungeborenen Welpen die gerade ihren Knochenwachstum abschließen versorgt. Während der Geburt nach dem 1. oder 2. Welpen geben wir der Hündin ebenfalls eine Ampulle.. Dies beugt der viel gefürchteten Eklampsie vor. Da die Hündin in der Säugezeit auch viel Kalzium verbraucht durch die Milchbildung, geben wir die Ampullen täglich weiter so lange die Hündin voll säugt.. je mehr die Welpen selbstständig durch feste Nahrung sich ernähren und von der Mutter langsam abstillen, je weniger Kalzium geben wir dann der Hündin. (Reduzieren also auf alle 2 Tage.. alle 3 Tage... bis wir gar nichts mehr geben)

 

 

D

Durchfall: Wenn die Hündin die Nachgeburt frisst (wir lassen die Hündin alle Fressen - mehr dazu unter Nachgeburt/Plazenta) wird sie auch leichten bis starken Durchfall nach der Geburt haben. Dies legt sich in der Regel sehr schnell wieder von selber. Da unsere Hündinnen ja sehr gut versorgt werden, bedarf es da normalerweise keiner Handlung. Nur wenn der Durchfall anhalten sollte muss gehandelt werden.

Wir geben unseren Hunden bei Durchfall  Kohle Tabletten. Wir holen immer die "Birkenkohle" von "Weleda" in Comprettenform. Lösen den Inhalt der Compretten auf und verabreichen diesen mit hilfe einer Einmalspritze den Hunden ins Maul.. Eine große Hündin bekommt eine halbe Comprette im Wasser aufgelöst.. Hilft dieses nicht .. muss die Hündin zum Tierarzt.

Bitte warten sie nicht zu lange und gerade wenn die Welpen Durchfall haben, lassen sie schnell eine Probe vom Tierarzt untersuchen. Da z.b. Giardien dahinter stecken könnten und Welpen auch schnell austrocknen und an Durchfall sterben können.

 

E

Eklampsie: Ist eine Erkrankung von Schwangeren (Hündinnen). Ursache ist akuter Kalziummangel. Die ersten Anzeichen sind Unruhe gefolgt von Zittern bis hin zum Zusammenbruch der Hündin in den Läufen. Schlimmstenfalls stirbt die Hündin an einem Hirnödem.. Mehr zum Thema HIER. Vorbeugen sollte man indem man wie oben beschrieben Calcium Frubiase schon ab dem 30. Trächtigkeitstag verabreicht.

 

 

F

Fruchtblase: Die Fruchtblase umschließt und schützt den Welpen im Bauch der Hündin. Um Welpen und Fruchtblase liegt die Plazenta wie ein Gürtel. Sehr viele Welpen werden in der noch intakten Fruchtblase geboren. Wenn die Mutter diese nach der Geburt nicht selber öffnet muss der Züchter diese am Schnäuzchen des Welpen öffnen und nach hinten abstreifen.. So das er atmen kann.. Spätestens dann fängt auch die Hündin an sich um den Rest zu kümmern. Sollte dies nicht der Fall sein.. muss der Züchter das übernehmen. Also den Welpen komplett von der Fruchtblase befreien, abnabeln und anschließend trocken reiben. Die wenigsten Hundemuttis tun dies nicht. Und wenn, dann liegt es meist daran das die Hündin nach einer schweren Geburt bzw. sehr langen Geburt zu erschöpft ist. Im Normalfall "packt" die Hündin die Welpen aber selber aus, nabelt sie ab und frisst die Fruchtblase, Nachgeburt und Nabelschnur auf.

Folsäure: Bekommt man in Tablettenform kombiniert mit Jod in der Apotheke. Wir geben einer großen Hündin  (30 kilo) 2 Tabletten. Wir beginnen damit schon wenn wir meinen das die Hündin läufig wird. Frauen mit Kinderwunsch wird die Einnahme auch ab Kinderwunsch empfohlen.

 

 

G

Geburt: Die Geburt der Welpen meistern die Hündin i.d. Regel selbstständig und alleine. Sie hat ihre vertrauten Menschen dabei gerne bei sich.. viele bestehen quasi darauf das Frauchen / Herrchen dabei sind und ihr "Händchen halten". Man unterstütz die Hündin durch gutes zureden, streicheln und anreichen von Wasser und dem säubern der Wurfkiste zwischen den Geburten der Welpen. Aktiv helfen kann man durch mit heraus streicheln der Welpen  und im Notfall muss man auch mal beherzt zu greifen und etwas mit ziehen wenn ein schwerer Welpe nicht heraus kommt. Aber normalerweise  ist man ruhiger Zeitbegleiter und Beobachter.. um im Notfall "ein zu greifen" oder den Tierarzt zu rufen. Eine Geburt kann sehr schnell gehen, aber auch sehr lange dauern. Dabei spielt die Welpenzahl nicht mal eine große Rolle. Es gibt Geburten von 9 Welpen die 2 Stunden dauern und andere wo 3 Welpen in 10 Stunden geboren werden. Bei langsamen Geburten mit vielen Welpen kann es sogar noch länger dauern. Eine Faustregel sagt, das zwischen 2 Welpen 2 Stunden Pause liegen kann... +/- 1 Stunde. Also kann es sein das bei 5 Welpen die Geburt locker 10 Stunden dauert. Wichtig ist, das die Hündin nicht abbaut und erschöpft nicht mehr weiter machen kann.. und das sie nicht stundenlang ohne Erfolg presst... Denn dann liegt es oft an einem zu großen oder quer liegendem Welpen. Die Eröffnungsphase liegt zwischen 6 und 36 Stunden.. die eigentliche Geburt kann laut Leerbuch 24 Stunden dauern und sollte dann zu ende sein. Das Thema Geburt ist sehr umfangreich... so das ich es hier nicht "mal eben" erklären kann... Es gibt viele Bücher zum Thema, bei jeder unserer Geburten habe ich alles online gestellt. Ich wünsche Ihnen mit dieser Lecktüre viele gute Stunden!

 

 

Gebärmutter

Die Gebärmutter (Uterus) der Hündin unterscheidet sich von der eines Menschen. Sie ist Y - Förmig. Die Welpen (Föten) sind in sog. Gebärmutterhörnern. Bei der Geburt wechseln sich diese ab. Es kommt ein Welpe aus dem re. danach aus dem li. Gebärmutterhorn.

Dadurch das sich die Gebärmutterhörner auf dem Ultraschall überlagern, kann es sein das mehr oder weniger Welpen gezählt werden als tatsächlich vorhanden sind.

Daher ist die Untersuchung per Ultraschall um den 30. Trächtigkeitstag zwar sinnvoll um eine Trächtigkeit fest zu stellen und vielleicht eine Einfrüchtigkeit aus zu schließen....

Aber eine genaue Menge der in der Gebärmutter liegenden Welpen kann nicht 100% bestimmt werden. Außer man erstellt ein Röntgenbild, bei sehr vielen Welpen oder einer schlechten Qualität des Bildes ist aber auch hier das Zählen sehr schwer bis unmöglich!

Die Gebärmutter ist hochelastisch und verfügt über starke Muskulatur. Das sorgt dafür das genügend Welpen darin Platz haben ohne das die Gebärmutter reist.. Sorgt aber auch durch die Muskeln dafür, das mit genügend Wehenkraft die Welpen nach hinten geschoben und geboren werden können. In einem frühen Stadium wie auf dem Bild zu sehen, schaffen erfahrene Tierärzte und Züchter es, die Trächtigkeit zu ertasten. Dies nennt man dann palpieren. Die Welpen sind über der Gürtelartig um die Fruchtblase gelegte Plazenta über die Hautschichten der Gebärmutterhörner mit der Hündin verbunden. Beim beginn der Geburt löst sich die Verbindung. Die Welpen werden immer weiter nach hinten gebracht durch die Wehen, kurz vor Austritt löst sich die Plazenta von der Fruchthülle und der Welpe wird geboren.. Die Plazenta wird später geboren, oft bleibt sie nach dem abnabeln bis erneute Wehen eintreten in der Hündin. Hier eine schöne, aber vereinfachte Bildliche Wiedergabe gefunden bei: http://www.starbushway.de/zuchtbeginn4.htm

 

 

1) Die normale Geburt. Die reifen Föten liegen innerhalb ihrer Fruchtblasen in den Hörnern der Gebärmutter und sind von der Plazenta umgeben. 
2) In der Anfangsphase des Geburtsvorgangs wird der erste Fötus durch Kontraktionen der Gebärmutter auf den Gebärmutterhals zubewegt, der sich dann öffnet.

3)
In der 2. Phase bringen weitere Kontaktionen (Wehen) und die Anstrengungen der Mutter den Welpen im Geburtskanal weiter. Normal wird die äußere Fruchtblase platzen und zusammen mit der Plazenta als Nachgeburt folgen. Die innere Fruchtblase umschließt den Welpen oft  noch, wenn es geboren wird und wird dann von der Hündin bzw. dem Züchter geöffnet damit der Welpe atmen kann.

 

 

H

Himbeerblättertee: Ist DAS Schwangerenkraut. Es wird von der Läufigkeit an (soll die Fruchtbarkeit erhöhen) über die Trächtigkeit (stärkt die Gebärmuttermuskeln was Fehlgeburten vorbeugt und bei der Geburt die Wehen aktiv unterstützt) bis zur Säugezeit (Milch fördernd und Gebärmutter reinigend) gegeben. Obendrein macht es das Bindegewebe am Geburtsausgang (Vulva) geschmeidig und glatt.. so das die Welpen "leichter" geboren werden können. Wir geben eine kleine Hand Tee (aus der Apotheke) in ein Teesieb / Teeei und hängen dies in eine große Tasse, Kochend Wasser darauf. Der Tee sollte lange ziehen. Dann geben wir einer großen Hündin (ca. 30 kilo) 10 ml am Tag.

 

 

I

Inzucht

Unter Inzucht versteht man die Paarung von überdurchschnittlich eng verwandten Hunden innerhalb einer Population, d.h. die Hunde weisen in ihren Stammbäumen gemeinsame Vorfahren auf, die jeweils auf der Seite der Mutter- und des Vaters auftreten. Verfolgt man die Ahnenreihen einer Rasse nur weit genug zurück, so wird man früher oder später immer auf gemeinsame Vorfahren stoßen. So z.B. auch zwischen weißen und andersfarbigen Schäferhunden. Daher definiert man grundsätzlich eine Basisgeneration (in der Regel 5 Generationen).

Den Grad der Inzucht drückt der Inzuchtkoeffizienten (IK) nach der von Sewall Wright entiwckelten Formel aus. Die Berechnungsmethode für den IK sieht wie folgt aus:

F = [Summe aller]0,5^(n1+n2+1) * (1+F(a)).

Dabei bedeutet F: IK des Hundes n1,n2: Anzahl an Generationen, die zwischen dem Hund und dem jeweiligen gemeinsamen Vorfahren auf mütterlicher und väterlicher Seite liegen; F(a): IK des gemeinsamen Ahnen. Ist F(a) nicht bekannt, kann man auch ohne den IK des gemeinsamen Ahnen rechnen. Dann ist F(a) eben 0. Korrekter ist es aber mit F(a). Die Summierung erfolgt über ALLE gemeinsamen Vorfahren auf der mütterlichen und der väterlichen Seite.
Ganz korrekt bezeichnet beschreibt er IK die WAHRSCHEINLICHKEIT inwieweit herkunftsgleiche Gene an einem bestimmten Genort des Hundes auftreten können bzw. Homozygotie (Reinerbigkeit) aufgrund der Abstammung (bzw. Herkunftsgleichheit) der Gene vorliegt.
 

Der IK ist um so größer, je näher die Eltern miteinander verwandt sind. Am größten ist er bei Vollgeschwisterverpaarung, nämlich 0,25 (=25%). Werte über 0,25 entstehen, wenn die gemeinsamen Ahnen ebenfalls ingezüchtet sind.
Die Inzucht lässt sich in einer festen Population ohne fremde Einkreuzung nicht verhindern, sondern steigt kontinuierlich aber langsam an. Auch dazu gibt es eine Formel, die aber hier weniger interessant sein dürfte. Aus dieser Formel geht jedenfalls hervor, dass die Steigerung der Inzucht von der Populationsgröße abhängt. Je kleiner die Population desto schneller steigt der Inzuchtgrad an, man kann auch sagen umso größer die Inzucht. Führt man sich vor Augen, dass die Anzahl der männlichen Tiere häufig sehr begrenzt ist (auch die auch die hohe Nachkommenanzahl einzelner Deckrüden) bedeutet dies, dass eine Steigerung des IK häufig (nicht ausschließlich) von den männlichen Tieren ausgeht. Vielleicht sollte man hier bei der Zuchtauswahl einmal ansetzen. Den Zuchtwert einer Hündin kann man auch nur halbwegs bestimmen, wenn man sie mit verschiedenen Rüden zusammenführt. Woher soll man sonst wissen, wozu sie mit ihrem genetischen Potential in der Lage ist.... Weiter siehe auch unter A AVK

 

 

 

J

Jod

Wir benutzen in der Zucht 2 Arten von Jod. Einmal in Tablettenform (Jodetten) für die Hündin sobald sie läufig ist und belegt werden soll, bis zum Absetzen der Welpen von der Muttermilch. Dies ist notwendig damit die Hündin ihren Jodbedarf auffüllen kann der durch die Mehrleistung die sie erbringt rasch absinken kann. Jod ist wichtig für die Entwicklung der Föten (Vorsorge gegen Kropfbildung) Und man sagt ihm auch eine Furchbarkeits anregende Wirkung nach.

Dann benutzen wir Jod Tinktur bzw Salbe bei äußerlichen leichten Verletzungen um diese zu desinfizieren. Auch entzündete, noch nicht abgeheilte Bauchnabelchen der Welpen kann man damit behandeln. Zu erwähnen wäre aber, das Jod natürlich abfärbt. Aber auch das verwächst bzw. verliert sich mit der Zeit.

 

K

Kastration

Vorweg.. Kastration ist nicht verboten!!!! Dies wird von Kastrationsgegnern immer wieder behauptet... Hier ein schreiben vom Veterinäramt Viersen:

Und hier ein Auszug aus dem Tierschutzgesetz:

In unserem Tierschutzgesetz (TierSchG) steht eindeutig unter § 6, Absatz 1, Nummer 5:
Das Verbot (Entnahme Organe, Kastration etc.) gilt NICHT, wenn:

5.zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.
 

>> Hier ein Text von Prof. Bubna-Littitz <<

Es gibt verschiedene Gründe Hunde zu kastrieren:

Vorweg natürlich gesundheitliche Probleme / Störungen

Entzündungen

Tumore

Fehlbildungen

Gefolgt von physischen Problemen die u.A. körperliche Probleme mit sich ziehen können:

Scheinträchtigkeit

Liebestollheit / liebeskrank (bei Rüden wenn Hündinnen im Umkreis läufig sind)

Dann kommen Gründe wie:

Vorbeugende Maßnahmen (Um Tumoren und Entzündungen so wie Verwachsungen vor zu beugen)

Verhütung (Gerade bei Mehrhundehaltung bzw. Züchtern die beide Geschlechter halten)

Tierschutz (um weitere unkontrollierte Vermehrung zu vermeiden)

Arbeitshunde, die wegen Läufigkeit nicht ausfallen dürfen/können. (Rettungshunde)

Dieses Thema wird noch erweitert!

Kastrationsnarbe Lissy, am 3. Tag:

Nach 2 Wochen ist nichts mehr zu sehen!

 

________________

Kryptochismus

Ist der Fachbegriff dafür, wenn die Hoden nicht oder nur teilweise in den Hodensack abgestiegen sind. Manche Welpen brauchen dafür etwas länger. Wenn Welpen mit 8 Wochen aber noch nicht die Hoden tastbar im Hoden bzw. im Leistenkanal haben, kann man davon ausgehen das diese nicht mehr absteigen. Ist der Hoden tastbar, wird er meist noch absteigen. Spätestens mit 4-6 Monaten solle er aber vollständig im Hodensack sein. Dies sollte auch kontrolliert und beobachtet werden. Oft ist auch ein Herhabstreichen/streicheln des noch nicht ganz abgesunkenen Hodens hilfreich. Der Tierarzt kann auch ein Hormon spritzen um diesen Vorgang zu unterstützen. Kryptochide Rüden gehören nicht in die Zucht, werden auch nicht zur Zucht zu gelassen.

 

 

L

Laktation

Darunter versteht man "das Stillen". im Fall des Hundes natürlich "das Säugen". Eine Hündin in der Laktationsphase (Säugephase) hat einen erhöhten Bedarf an Nahrung, Vitaminen, Calcium, Nährstoffen und Wasser. Es gibt spezielles Futter für laktierende Hündinnen. z.B. Bosch Reproduktion. Dieses Füttern wir unseren Hündinnen zusätzlich zum B.A.R.F (Roh/Fleischfutter) was in dieser Zeit auch von der Menge erhöht wird. Außerdem bekommen unsere Hündinnen Welpenmilch unter das Futter gemischt.

Bei latkierenden Hündinnen muss das Gesäuge täglich kontrolliert werden. Heißes, hartes Gesäuge können auf eine Gesäugeentzündung (Mastitis) hinweisen. Siehe M

 

M

Mastitis

Eine Mastitis ist eine Brustentzündung/Gesäugeentzündung. Die Hündin hat schmerzende, verhärtete Milchleisten aus denen bald keine Milch mehr fließen kann. Das Gesäuge ist heiß und entzündlich. Die Hündin wird auch alsbald Fieber bekommen und ihr Allgemeinzustand verschlechtert sich rasch. Man sollte bei einer Mastitis nicht all zu lange warten und experimentieren. Es gibt Globolies (natürliche Mittel) die man geben kann, sowie Quarkwickel und andere Hausrezepte. Wenn aber keine rasche Linderung dadurch eintritt sollte der Tierarzt gerufen werden, der dann Schulmedizinische Medikamente verabreicht.

 

 

N

Nabelschnur

Die Nabelschnur verbindet den Organismus des Welpen in der Gebärmutter mit der Plazenta, diese wiederum liegt wie ein Gürtel um den in der Fruchtblase liegenden Welpen. Die Plazenta ist mit der Innenwand der Gebärmutter verbunden. So wird der Welpe über die Plazenta (Nachgeburt) und der Nabelschnur über die Mutter versorgt.

Nach der Geburt öffnet die Hündin in der Regel selbstständig und Instinkt sicher die Fruchtblase und beißt die Nabelschnur durch und frisst dieses. (Nabelschnur, Fruchthülle und Plazenta)

Ein Rest Nabelschnur sollte noch am Welpen verbleiben. Dieser Rest trocknet zügig und fällt in wenigen Tagen ab. Manche Hündinnen sind zu übereifrig und trennen die Schnur zu kurz ab. Da sollte der Züchter ein Auge drauf werfen, eventuell mit Abstand zum Welpenbauch die Nabelschnur fest halten. Ist einmal zu kurz abgenabelt worden, kann der Züchter mit Hilfe von Garn die Nabelschnur noch einmal nach binden. Dies ist aber nur dann nötig. Ansonsten hat die Hündin den Blutfluss durch ihre Stumpfen Backenzähne geschlossen....

 

 

O

Osanit

ist ein homoöpatisches Mittel gegen Beschwerden beim Zahnen. Dies kann man auch jungen Hunden geben die im Zahnwechsel sind und sehr darunter leiden.

 

 

Oxytocin

Ist ein Hormon. Dieses bewirkt Wehen in der Gebärmutter und sorgt bei säugenden Tieren für den Einschuss der Milch. Bei Wehenschwäche bzw. Stillstand wird vom Tierarzt Oxytocin gespritzt um die Wehen wieder an zu kurbeln. Auch wird diese Spritze gerne zum "reinigen" nach der Geburt benutzt um sicher zu gehen, das alle Welpen geboren sind oder um "Reste" aus der Gebärmutter zu holen.

Es sollte erst zum Einsatz kommen, wenn alle anderen natürlichen "Mittel" versucht worden sind. Unter natürlichen Wehenmitteln kann man, die Gabe von Calcium,... Cemicifuga (Globolie) , die Hündin bewegen und sich entleeren lassen.... sehen..  Die Gabe von Oxytocin obliegt nur in sehr erfahrende Hände, am besten dem Tierarzt!

 

 

P

Palpieren

Palpieren nennt man das ertasten, abtasten von Organen. Wenn man frühzeitig wissen möchte ob die Hündin tragend ist. Kann man dieses um den 20 Trächtigkeitstag per Abtasten fühlen. Vorausgesetzt man hat viel Erfahrung darin und ein wenig Glück :) Man sollte dabei aber vorsichtig sein und nicht zu feste drücken. Denn dabei könnte man auch mehr zerstören als das man etwas davon hat.

 

 

Q

Quark

Wir benutzen Quark natürlich als Lebensmittel für unsere Hunde. Gerade die Welpen und auch die Hündin lieben Quark und das ist auch gut so.

Aber auch bei Gesäugeentzündungen kann Quark ein Helfendes Mittel sein, genauso wie bei kleinen Verbrennungen. Es lohnt sich immer ein Paket Quark im Haus zu haben!

 

 

Querlage

Die Querlage eines Welpen im Geburtskanal bedeutet das Aus für die natürliche Geburt. Bekommt man den Welpen nicht in eine normale Lage (Kopf, Po) (durch äußere Drehversuche) dann muss leider ein Kaiserschnitt gemacht werden. 

 

 

R

Röntgen

Wenn es den Verdacht gibt, das die Hündin nur einen oder zwei Welpen bekommt. Wird gerade bei erst gebärenden Hunden und Kleinhunderassen empfohlen zum Ende der Trächtigkeit eine Röntgenaufnahme zu machen. Damit kann man die Vermutung bestätigen/widerlegen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, kann man durch das Röntgenbild gut sehen, ob der/die Welpen auf normalen Weg durch den Geburtskanal passen oder eher nicht. Denn wenige Welpen, bedeutet meist große Welpen.

Auch ist das Röntgen das mittel zur Wahl, wenn nach längerem Geburtsstillstand nachgeschaut werden muss ob noch ein Welpe vorhanden ist oder die Geburt beendet. Gerade vor der Gabe von Hormonspritzen/Wehenmittel wie Oxytocin  ist zu klären ob noch ein Welpe im Geburtskanal ist und das dieser auch richtig herum (Kopf oder Po, Beine voran) liegt. Ansonsten könnte die Gabe von Wehenmittel tödlich enden. Für den Welpen...  aber u.U. auch für die Hündin.

Auf dem Oberen Bild (Aalyah F Wurf) sieht man das der Welpe mit der Wirbelsäule nach unten liegt.. das erklärt die schwere Geburt des Welpens. Er hat die Geburt aber geschafft und überlebt!

Auf dem unteren Bild (Lissy J Wurf) erkennt man das der 1. Welpe bereits mit dem Kopf im Geburtskanal angekommen ist. Er wird bald darauf geboren.

 

S

Sektio

Der Kaiserschnitt. Wird bei einer Hündin nur gemacht wenn die Geburt nicht mehr weiter geht, die Hündin zu erschöpft ist um die Geburt selbstständig zu beenden. Geburtskomplikationen wie eine Querlage diese nötig werden lassen. Ein weiterer Grund ist die Erwartung von zu großen Welpen oder wenn das Becken der Hündin für eine normale Geburt zu klein ist. Einen Wunschkaiserschnitt gibt es meines Wissens bei Hunden Gott sei Dank noch nicht.... In der Regel wird eine Hündin spätestens nach dem 2. Kaiserschnitt nicht mehr zur Zucht zugelassen, bzw. durch den Zucht-Verein gesperrt. Nach Erfahrungsbericht einer erfahrenden Züchterin, möchte ich noch hinzufügen, dass es dringend nötig ist die Hündin in den ersten 24 Stunden nicht unbeobachtet mit den Welpen zu lassen (inkl. Schlafwache). Da die Hündin durch die Narkosenachwirkung noch bedüddelt ist und im schlimmsten Fall ihre Welpen tötet. Durch die Narkosemittel ist die Hündin ersten erschöpft, zweitens kann das Gefühlsempfinden beeinträchtig sein so das sie keine Muttergefühle in dieser Zeit entwickelt. Und eine Art "Rausch" kann sie eben anders Handeln lassen als wie sie es normaler weise tut. Sprich auch erfahrene Zuchthündinnen müssen strengstens beobachtet werden!

 

Fortsetzung folgt.....

 

-nach Oben-