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Rolfs Brief

SPENDENAKTION BEENDET

Danke an alle die gespendet haben!!!!!!!!!

Einer unserer A-Leins (Anoki) ist krank und musste einer schweren Rücken-OP unterzogen werden. Diese kostet viel Geld, ebenso die lange Nachbehandlung bei der Physiotherapie. Deshalb möchte ich das "Essensgeld" was ihr normalerweise f? das Welpentreffen ?erweist, dieses Jahr an Rolf spenden. Da die OP natürlich nicht erst im August sein wird, sondern Anfang Mai, bitte ich um ?Überweisung AB SOFORT! Wer noch etwas oben drauf legen möchte kann dies gerne tun. Kontodaten erhaltet ihr auf Anfragen per Mail. Es kann natürlich auch ohne Teilnahme gespendet werden ;)

Wir als Zuchtfamilie von Anoki koordinieren die eingehenden Spenden und ?erweisen diese Wöchentlich an Anokis Herrchen damit er Zeitnahe Entlastung bei der Bezahlung der hohen Rechnungen erhält.. Außerdem geben wir Auskunft darüber, wie viel Geld bereits eingegangen und an Rolf weitergeleitet worden ist.. (Siehe Einträge in der Liste)

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Offene Briefe von Anokis Herrchen

 

Neue Briefe oben:

 

Videos:

 

Vor OP 27.04
Direkt nach der OP
6 Tage nach OP
Video 20.5.
Video 20.5.

 

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Hallo liebe Freunde! Wie schon gelesen, Anoki ist zu Hause, bitte seht mir nach, dass ich erst morgen oder heute Nacht oder so genaueres schreibe. Das war heute so emotional und anstrengend, muss jetzt schlafen Erst mal total glücklich, aber es ist noch viel zu tun.

 

7. Mai 2015

HOFFNUNG!

ÄteresFoto

 

Drei Tage nach Anokis OP - Danke!

Heute merke ich ganz deutlich, um wie viel ruhiger ich geworden bin. Angst vor den evtl. negativen Konsequenzen und Risiken, die mir die Ärzte in der Uniklinik Giessen zu Recht aufgezeigt haben, haben sich bisher in keinster Weise bestätigt.

Die angekündigten 3 - 4 Tage angekündigter möglicher Bewegungsunfähigkeit - nicht eingetroffen, Anoki konnte am nächsten Tag zwar sehr mühsam, aber zielorientiert laufen und auch stehen.

Die Befürchtung in dieser Zeit auch nicht selbstständig Urin und Kot absetzen zu können - nicht eingetroffen, bereits am ersten Tag nach der OP durfte ich ihn abholen, weil er eben genau das (Urin) konnte. Daran hat sich auch bis jetzt nichts mehr geändert. Ca. 48h nach der OP hat er hier auch kontrolliert normal geformten Kot abgesetzt.

Über den Tag wird er jetzt ca. alle 3 Stunden im Garten an der Leine für jeweils drei bis vier Minuten ausgeführt, nur um seiner Verdauung bzw. Blasentätigkeit Rechnung zu tragen, klappt wunderbar. Die Zeit dazwischen befindet er sich zu 100% in seiner Box.
Er erträgt das alles recht entspannt und gelassen, ich denke, das hängt aber auch mit der noch zu verabreichenden Schmerzmittelgabe zusammen. Er ist bestimmt noch bedröhnt?.

Wasser- und Nahrungsaufnahme sind beanstandungsfrei.

Das Grundstück ist inzwischen quasi barrierefrei: Eine Rampe an den Stufen zur Haustüre, eine Rampe am Auto (die brauchen wir dann morgen zum ersten Mal), der kürzeste und effizienteste Weg für Ausscheidungen aller Art ist definiert - zwei Bäume auf dem Weg zum Pinkeln und dann noch ein paar Meter zu seiner obligaten Kackecke (Gesamtstrecke ca.50 m x 2). Ihr seht: Alles lässt sich regeln
:). Nun muss nur noch Zeit vergehen und die OP die gewünschte Wirkung zeigen.
Heute hat er versucht sein Bein zu heben (Markieren), ist aber leider dabei umgefallen. Egal, er versucht es aber.

Wenn jetzt nichts Außergewöhnliches mehr passiert melde ich mich dennoch hin und wieder bei guten Fortschritten, oder, was ich nicht annehme, bei einer Verschlechterung des Zustandes. Was mir im Moment noch zu sagen bleibt ist allerdings ein Herzensbedürfnis.

Ich bedanke mich bei allen, die mir in den letzten Tagen so warmherzig und freundlich zur Seite gestanden haben. Insbesondere natürlich bei:

der Veterinärmedizinischen Klinik der Uni Giessen, für die, so wie es aussieht, ärztlich sehr kompetente, aber auch menschlich tolle Arbeit
Paxis Dr. Behrens und Dr. Rick in Köln Porz (Ihr seid toll)
Anokis Züchterin Ilka Meier www.perro-blanco.de

 

, für Ihre freundschaftliche Besorgnis, Anteilnahme und Zuwendung
allen Freunden und Kunden, die emotional und materiell genau im richtigen Moment unterstützend zur Seite gestanden haben, indem Sie Dienstleistungen der Hundeschule erworben haben und so die Kosten für die OP mit ermöglicht haben. Was aber noch Größer war, ist Eure Anteilnahme und der Zuspruch und Trost, den ich in den letzten Tagen erfahren habe. Ihr seid großartig und ich habe viel gelernt.
Allen Kunden, und somit Welpenbesitzern, aus der o.g. Zucht von Ilka Meier, die durch kleine und größere Spenden fast 20 % der bisherigen Kosten (Voruntersuchungen, Röntgen, MRT, OP und diverse Nebenkosten gestemmt haben) Vielen, vielen Dank an so viele, ?erwiegend fremde Menschen.
den ungezählten Menschen, die auf Facebook oder anderem Weg es sich nicht nehmen ließen irgendwie durch freundliche Worte Anteil zu nehmen
und last but not least, und vor Allem ganz ehrlich: Danke Gott, ich habe gebetet und Du hast mich gehört

Bis in ein paar Tagen, Rolf

 

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6. Mai 2015

Gestern gegen 13.30 Uhr kam endlich der überraschende, aber sehnsüchtig erwartete Anruf aus der Vet. Uniklinik in Giessen. Entgegen der ärztlichen Prognose konnte Anoki bereits stehen, ein paar Schritte gehen und, ganz wichtig, er war in der Lage seinen Urinabsatz selbständig durchzuführen. Ich durfte ihn, bis 16.00 Uhr Eintreffen, abholen.
Nach einer total aufregenden, vollkommen unter Adrenalin stehenden Autofahrt dorthin ist es mir gelungen tatsächlich - trotz Bahnstreik und Mehrverkehr auf der Autobahn- um 15.59 Uhr vor der Kasse zu stehen, um die Rechnung zu bezahlen. Seit Neuestem gibts da echt die Regel: Kein Geld - kein Hund. Na ja, das hat geklappt. Danach zum Klinikgebäude und ca 20 Minuten später hatte ich meinen Anoki zurück.

Während der Autofahrt hatte ich bereits Bilder im Kopf, wie ich in Giessen oder Umgebung mit ihm zunächst mal über eine Wiese gehe oder durch einen Park, als er jedoch winselnd und jammernd auf mich zu kam wurde ich sofort auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Natürlich.
Während des Gehens versagt immer wieder die Funktion der Hinterläufe, Gleichgewichtsstörungen, versagen des Stellreflexes hinten beidseitig, manchmal auch ein Schmerzlaut, immer wieder umfallen.
Na ja, die Ärzte hatten ja vermutet, er könne nach der OP zunächst mal gar nicht laufen, insofern konnte ich die Euphorie der Ärzte zwar nachvollziehen, ansteckend war diese aber für mich nicht.
Meine Bilder der großen Wiese waren nicht nur gelöscht, im ersten Moment dachte ich, es gäbe gar keine großen Wiesen mehr.
Das Auto hatte ich direkt vor dem Klinikausgang geparkt und von dem Zimmer der Übergabe bis dorthin galt es, höchstens 20 m zu überwinden. Diese kurze Strecke schaffte er mit drei Mal umfallen, aber ein unbändiger Willen das Auto zu erreichen, liess ihn tatsächlich versuchen hineinzuspringen. Das konnte ich so gerade verhindern und hob ihn in seine vorbereitete weich und dick ausgepolsterte Box ins Auto.
Bin ich froh, dass ich ihn schon von klein an, an das Liegen in einer Box gewöhnt habe. Als Welpe zum Stubenreinheitstraining und später noch zwecks entspannter Platzzuweisung war eine Box für Anoki immer ein sicherer Ort.
In den nächsten vier Wochen mindestens wird diese Box Dreh- und Angelpunkt seines Daseins. Er hat jetzt zunächst mal absoluten Stallzwang.
Keine spontanen unnötigen Bewegungen, nicht mal eben Herrchen hinterher, nicht kontrollieren, wer sich wohin bewegt, sondern nur absolute Ruhe.
Bewegung gibt es nur mehrfach am Tag in Form von leinengeführten Gassigängen im Garten. Die sollten von Zeitdauer und Anstrengung nur der Notwendigkeit dienen, also 1-2 Minuten. Langsames Steigern auf 5 Minuten darf sein, wenn er nicht mehr umfällt.
Im Moment kein Problem, nach 2 Minuten ?Pipimachen? schläft er in seiner Box erst mal wieder 2-3 h.
Heute Nacht hat er auch tief und fest durchgeschlafen, ich hingegen war dauernd wach, um unnötigerweise nach ihm zu sehen. Das kennen garantiert alle Hundeeltern, hihi (Hundeeltern und diese Worte aus meinem Mund).
Nun heisst es Geduld haben, für Anoki sowieso, für mich erst recht. Es wird ein lang andauernder, kleinschnittiger Heilungsprozess. Nicht so ganz mein Ding, aber muss ja.

 

 

4. Mai 2015

Anoki ist nun operiert. Leider ist "Cauda Equina" nur ein fast nebensächliches Ergebnis des MRT. Er hat ungefähr in der Mitte des Rückens eine Bandscheiben - Provision, eine Vorwölbung. Jedenfalls rührt die momentane Lähmung eher daher. OP schwieriger, Ergebnis ungewisser. Hierbei muss direkt an dem Nervenkanal gefreut werden. Das Cauda Equina Syndrom hat sich nach MRT als noch nicht OP-würdig herausgestellt, weil nicht so weit fortgeschritten, wie vermutet.
Relativ sicher ist, dass aufgrund der Nervenmanipulation während der nun stattgefundenen OP eine recht lange Bewegungsunfähigkeit die Folge sein kann.
Eben hat die Ärztin angerufen, OP ist aus chirurgischer Sicht gut verlaufen, wenig Blut und so, ob er denn nun laufen kann ist noch nicht klar. WEITERES ERFAHRE ICH ERST MORGEN FR?.

 

Ende April 2015:

 

Anoki und das „cauda equina compressions Syndrom“

Bei den meisten hat es sich schon herum gesprochen, dass Anoki im Alter von etwas über sechs Jahren am "cauda equina compressions Syndrom“, kurz „cauda equina“ erkrankt ist.
Ein großer Begriff, der selbst bei Fachleuten und Betroffenen, immer wieder zu unterschiedlichsten Definitionen und Behandlungsmethoden führt.

Um zunächst den Interessierten hier eine Erklärung der Krankheit zu geben und Ihr eine Vorstellung habt, worunter mein Hund zu leiden hat, hier die Definition aus Wikipedia, die mir selbst Laien am einfachsten verständlich erscheint.

http://de.wikipedia.org/wiki/Cauda-equina-Syndrom_der_Hunde

 

 

Bei Anoki war es so, dass mir ganz plötzlich auf Spaziergängen eine starke Rückenauswölbung auffiel, ganz zeitnah stolperte er immer wieder mit den Hinterläufen, mit Beiden, aber rechts mehr als links. In Situationen, in denen er üblicherweise seine buschige Rute ganz hoch trug, um zu imponieren, sah das aber nun eher kläglich aus. Wedeln funktioniert, aber nur in hängender Rutenstellung.

Mitte März war ich mit Anoki diesbezüglich erstmalig beim Tierarzt. Hierzu habe ich die gewohnte Tierarztpraxis Dr Behrens und Dr.Rick, Köln Porz. In einer sehr kompetenten und einfühlsamen Untersuchung testete Dr. Behrens die neurologischen Reflexe und äusserte zum ersten Mal den Verdacht auf „Cauda Equina“. Wir beschlossen zunächst mal, eine erste Therapie gegen Schmerzen und Entzündung. Kortison als Spritze, danach weitere Schmerztherapie durch tägliche Gabe von „Metacam“ gegen Schmerzen und Entzündung. Geplante Dauer: 14 Tage, dann erneute Untersuchung und Fortschrittsbericht.

Bis zu diesem Zeitpunkt war mir die Ernsthaftigkeit der Erkrankung noch nicht wirklich bewusst. Ich dachte schon, das wird wieder. Bisschen Schonung und Mittelchen und Anoki wird wieder der Alte. Leider strafte mich die Realität schnell lügen.
In den ersten Tagen der Schmerzmittelgabe hatte ich schon den Eindruck, Anokis Zustand würde sich bessern. Leider auch deshalb, weil sich sein Bewegungsdrang wieder alten Mustern näherte. Das wiederum ist aber Gift.
Bei spontanen, schnellen Bewegungen besteht die Gefahr des Drucks auf die Nerven extrem und hat mir schnell gezeigt, das die tierärztlich verordnete Schonung sehr, sehr ernst zu nehmen ist.
Nach längeren Ruhepausen läuft er immer ganz zufriedenstellend. Längere Bewegungsphasen bringen immer eine Verschlechterung des Zustandes.
Wer Anoki kennt und auch seinen eigenen Hund vor Augen hat kann sich denken, wie mühsam die Aufrechterhaltung von dieser zwanghaften Schonung in der Durchsetzung ist. Muss aber sein.

Mitte April haben wir Anoki dann geröntgt. Frau Dr. Rick war sehr bestürzt über das Ergebnis der Aufnahmen. Der Begriff Operation kam uns nun erstmalig konkret in den Sinn. Um Ihre Diagnose zu bestätigen vermittelte sie mir einen Termin für den kommenden Montag bei einem als Spezialisten auf diesem Gebiet dargestellten Chirurgen, der ein mal wöchentlich in der Prax. Dr. Winkler in Lohmar zu Gast ist. Herr Dr. Winkels, ehemals aus der Tierklinik, Ahlen hat Anoki untersucht und die Röntgenbilder angeschaut. Er plädierte für eine baldige MRT-Untersuchung und wahrscheinlich anschliessende OP.

Einen Tag zuvor habe ich auf einem Spaziergang zugelassenen, dass Anoki in einem Teich schwimmt. Gar nicht lang, vielleicht 5 Minuten. Danach musste ich den Spaziergang abbrechen und ihm eine lange Zeit der Ruhe gönnen, während ich verzweifelt auf einer Bank im Wald sass. Er bekam seine Beine gar nicht unter Kontrolle und sackte immer wieder weg.
Bei dem Facharzttermin erfuhr ich dann, dass Schwimmen, entgegen der landläufigen Meinung, bei dieser Erkrankung alles andere als gut ist. Die Wirbelsäule bewegt sich dabei in alle Richtungen und belastet an den betroffenen Stellen die Nerven durch Druck ganz extrem.

Wieder was gelernt und vor Allem ist mir spätestens seit diesem Termin klar, wie schlimm das alles wirklich ist. Dr. Winkels informierte mich darüber, dass Wartezeit bis zur weiteren Behandlung (OP) ganz schlimme Folgen haben kann. Kotinkontinenz, Verlust der Bewegungsfähigkeit der Rute bis hin zu Dauerhaften Lähmungen des gesamten hinteren Bewegungsapparates. Nun war mir klar, es wird Zeit.

Auf meine Frage nach den vermeintlichen Kosten bekam ich in meiner Euphorie, sofort einen MRT-Termin zu machen, um dann auch die Operation durchzuführen, allerdings auch sofort wieder einen gehörigen Dämpfer. Dr. Winkels sprach von Kosten von ca. 3000 Euro. Ich war und bin verzweifelt. So viel Geld habe ich nicht.
Bei meinen Überlegungen, wie ich das bewältigen soll, kam ich leider keinen Schritt weiter. Ich grübelte und zermarterte mir den Kopf. Das ist echt ein Hammer.
Und dann ging alles Schlag auf Schlag: ein Kunde kaufte einfach mal zwei Zehnerkarten, um mich finanziell ein wenig zu unterstützen, eine Kundin zahlte, nun zum genau richtigen Zeitpunkt eine längst überfällige hohe Rechnung und im weiteren Verlauf organisierte und organisiert noch eine kleine Spendenaktion unter ihren anderen Wellenbesitzern. Die Anteilnahme war einfach überwältigend, ich bin wirklich total ergriffen. Die Hälfte des benötigten Geldes ist zusammen und den Rest werde ich auch irgendwie schaffen. Ich habe wieder Zuversicht, Dank vieler Menschen und derer Unterstützung und vor allem auch Anteilnahme. Das hilft!
Mit Anoki ging es leider auch Schlag auf Schlag: allerdings schlechter! Die Motorik wird immer häufiger eingeschränkt, sein hinterer Bereich wirkt immer häufiger kraftlos. Er sackt weg, wenn er Kurven geht, insbesondere bei schnellen Bewegungen, Treppensteigen wirkt immer mehr unmöglich. Es geht kein Weg daran vorbei, ich muss nun schnellstmöglich einen Termin zum MRT machen, um die OP-Fähigkeit und Art der Schädigung genau diagnostizieren zu lassen.

Nach einer langen und schlaflosen Nacht habe ich mich zu folgendem entschieden: Termin zum MRT in der Universitätsklinik in Giessen und, wenn möglich, dann am Besten auch dort sofort operieren lassen.
Vor vielen, vielen Jahren habe ich meinem ersten weissen Schäferhund dort ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lassen. Eine OP, die zum damaligen Zeitpunkt noch eine Novität war. Damals verlief alles hervorragend und ging für meinen Hund wunderbar aus. Er hat noch 7 weitere Jahre toll gelebt.
Ich vertraue und hoffe auf die fachlichen Fähigkeiten der Uniklinik und den dortigen Operateuren.
Das Geld ist zwar noch nicht zusammen, aber es sind ja noch ein paar Tage und werde es schon schaffen.

 

-nach Oben-